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04.04.2017 09:09 Alter: 82 days

Jetzt auch behindertengerecht

Barrierefreie Sanitärräume im Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet


Klein Gladebrügges Bürgermeister Arne Hansen (rechts) präsentiert mit Jutta Altenhöner, der Behindertenbeauftragten des Kreises Segeberg, und Dr. Wolfgang Arnhold, dem Koordinator des Netzwerks "Inklusion Kreis Segeberg", im alten Feuerwehrhäuschen die neuen barrierefreien Räume. Foto: Harald Becker

Dem Ziel einer barrierefreien Gemeinde ist Klein Gladebrügge ein Stück näher gekommen. „Wir wollen keine exklusive, sondern eine inklusive Gesellschaft herstellen", sagte Klein Gladebrügges Bürgermeister Arne Hansen, als er einen bamerefreien Gebäudetrakt am Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus einweihte. Damit alle Bürger das vor einigen Jahren errichtete Gebäude zu Veranstaltungen nutzen konnten, fehlte bisher ein behindertengerechter Sanitärbereich. „Seit einigen Jahren haben wir immer wieder darüber beraten, Pläne verworfen, neu geplant und Zuschussanträge   gestellt", blickte Hansen zurück. Letztlich konnte die Gemeinde mit Fördermitteln der EU-Aktivregion Holsteins Herz den Umbau, der rund 20 000 Euro kostete, finanzieren. Die EU übernahm 65 Prozent der Kosten.

Die   ebenerdigen   Toilettenräume wurden im angrenzenden alten Feuerwehrgebäude eingerichtet. Der Büchereiraum wurde saniert.  „Die Gemeinde Klein Gladebrügge hat den Inklusionsgedanken gut umgesetzt. Schon vor einigen Jahren wurde eine Bushaltestelle mit großem finanziellen Aufwand barrierefrei umgebaut", lobte Dr. Wolfgang Arnhold, Koordinator des Netzwerks „Inklusion 65 Prozent der Baukosten aus EU-Fördermittel bezuschusst Kreis Segeberg". Für ihn beginne Barrierefreiheit eben
schon im Kopf der Entscheidungsträger. Während der kleinen Feierstunde schauten sich einige Einwohner im Haus um. Jutta Altenhöner,  Behindertenbeauftragte des Kreis Segeberg, freute sich: „Hier wird nicht nur über Teilhabe und Inklusion gesprochen, sondern auch umgesetzt. Das finde ich
toll." Nicht so toll fand sie einige Unebenheiten vor dem neuen Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus: „Die Absenkung einiger Kantsteine sollte sich die Gemeinde als nächste barrierefreie Maßnahme vornehmen, denn für Rollstuhlfahrer ist der Vorplatz in seinem jetzigen Zustand nicht so geeignet." Arne Hansen nahm die Anregung zur Kenntnis und will in der Gemeindevertretung darüber beraten.     von Harald Becker

Quelle: Segeberger Zeitung, den 04.04.17