< Trampen 2.0: Mitfahrnetz Segeberg ist online
17.01.2018 08:30 Alter: 97 days

Mitfahrnetz Segeberg startet und möchte mobil machen


Landrat Jan Peter Schröder und Lenkungsgruppenleiter Arne Hansen zeigen eine Bank für Mitreisende sowie ein Haltestellenschild. Sie sollen Fahrer und Mitfahrer als mögliche Treffpunkte für das Mitfahrnetz Segeberg dienen.

Julia Maßow vom Kreis Segeberg zeigt ein Haltestellenschild, das telefonisch bei ihr angefordert werden kann. Fotos: kf

Bad Segeberg (kf). Die Mobilität im ländlichen Raum nachhaltig verbessern, das wollte die Lenkungsgruppe des Zukunftsprojekts Segeberg 2030 unter der Leitung von Arne Hansen. Mehr als zwei Jahre lang wurde an einem Mitfahrnetz gearbeitet, das jetzt durch einen offiziellen Knopfdruck von Landrat Jan Peter Schröder an den Start ging.

Unter www.mitfahrnetz-se.de oder telefonisch unter der kostenlosen Hotline 04551/951555 verabreden sich Bürger zu gemeinsamen Fahrten. Über das Online-Portal können Fahrten angeboten oder angefragt werden. Sollte es eine passende Verbindung geben, erhalten Fahrer und Mitfahrer eine entsprechende Nachricht und können ihren Treffpunkt für den Einstieg verabreden. Das ist nicht nur praktisch, sondern macht Menschen, in deren Gegend der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) nicht so gut ausgebaut ist, mobiler und schont gleichzeitig die Umwelt. Eine Energiewende sei ohne eine Verkehrswende nicht möglich, betonte Arne Hansen.

Ohnehin sei es die Hilfe zur Selbsthilfe, die den ländlichen Raum auszeichne, betonte Landrat Jan Peter Schröder und hofft auch in dieser Sache auf den „Mitnahmeeffekt“ im doppelten Sinne. Um Treffpunkte besser ausmachen zu können, gibt es Bänke für Mitreisende oder Haltestellenschilder, die als Start- oder Zielorte zum Beispiel vor Praxen und Geschäften  dienen können. Wer an einer solchen Bank oder Haltestellenschild interessiert ist, sollte sich bei Julia Maßow unter 04551/951204 melden. Für Kooperationspartner ist das Angebot kostenlos, solange der Vorrat reicht.

Das Mitfahrnetz Segeberg wird getragen vom Kreis Segeberg und den regionalen Kommunen. Gefördert wird es mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) über die Aktiv-Regionen Holsteins Herz, Holsteiner Auenland und Alsterland.

„Das Mitfahrnetz muss angenommen werden, nur dann funktioniert es wirklich“, so Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz GmbH, die die Plattform für den Kreis Segeberg entwickelt hat. Wichtig sei es jetzt, dass Fahrten angeboten würden, damit das Mitfahrnetz im Kreis Segeberg Fahrt aufnehmen kann. Kommunen und Gemeinden müssten das Angebot in die Fläche tragen. „Denn nur so ist eine großflächige Vernetzung möglich und nur so entsteht eine starke Gemeinschaft“, ist Landrat Jan Peter Schröder überzeugt.

Quelle: Basses Blatt, den 17.01.18; von kf