Künstlerische Gestaltung der Stützmauer am Kurpark-Kreisel Bad Oldesloe

Stadt Bad Oldesloe

Die Jugendarbeit der Stadt Bad Oldesloe koordiniert, plant und gestaltet gemeinsam mit verschiedenen Gruppen von Schülern dreier Schulen die Stützmauer am Kurpark-Kreisel. Der Bauhof der Stadt Bad Oldesloe unterstützt bei den vorbereitenden Arbeiten tatkräftig. Zum Oberthema „Vogelschießen in Bad Oldesloe“ werden zunächst Entwürfe erstellt, die dann als zusammenhängendes Gesamtbild an die Wand gesprüht werden. Hier können die Kinder und Jugendlichen bei demokratischen Entscheidungsprozessen mitwirken und sich künstlerisch selbstverwirklichen. Das Projekt trägt gleichzeitig zur Prävention illegaler Graffiti bei. Die Kinder und Jugendlichen werden von einem Graffitikünstler und der Stadtjugendpflege betreut.

Hierfür erhält die Jugendarbeit der Stadt Bad Oldesloe von der AktivRegion Holsteins Herz eine Zuwendung in Höhe von 500 € aus dem Jugendförderfonds.

Fotografin Alex Lipp

Presseartikel

100 Spraydosen und die Mauer ist bunt

Der Hamburger Graffiti-Künstler Ray de la Cruz und die Sprayer. Foto: S. Rohe

Drei Schulen sprayen an der Mauer am Kurpark-Kreisel zum Motto „Vogelschießen“

Bad Oldesloe (srp). Eine lange graue Mauer – das war einmal. Seit gestern erstrahlt die Mauer am Kurpark-Kreisel zwischen Sülzberg und Mewesstraße in kunterbunten Farben. Vier Klassen der Grundschule West haben die Betonmauer an der Grünanlage unterhalb des Kreishauses auf einer Länge von 45 Metern mit Graffitikunst verschönert.

„Vogelschießen“ war das Motto, das die Dritt- und Viertklässler mit Hilfe von rund 100 Spraydosen farblich umsetzen sollten – natürlich umweltfreundlich. Viele Blumen und Kränze, riesengroße blaue Vögel und rosa Herzen zieren jetzt das Mauerwerk, das in hässlichem Grau und von Pflanzen überwuchert ein tristes Dasein fristete. Fast zwei Jahre dauerte es, bis der SPD-Antrag, die Wand möglichst durch Schülerhände verschönern zu lassen, jetzt endlich umgesetzt werden konnte. Zunächst fanden sich keine Schulen, die sich an dem Projekt beteiligen wollten. Doch letztendlich haben sich mehrere Klassen der Grundschule West, der Klaus-Groth-Schule und der Theodor-Mommsen-Schule bereit erklärt, dort aktiv zu werden und zur Spraydose zu greifen – allerdings immer schön nacheinander.

Den Anfang machten nun die Jungen und Mädchen der Grundschule West, und die ließen sich in ihrem Arbeitseifer kaum stoppen. Ruckzuck hatten sie alles eingesprüht, recht großflächig und knallbunt – weit mehr als sie eigentlich sollten. Boris Bouchon, Leiter der städtischen Jugendarbeit, sieht das allerdings gelassen. „Wir hatten das zwar etwas anders geplant, aber in der offenen Jugendarbeit ist man das gewohnt.“ Auch das Konzept von Ray de la Cruz aus Hamburg, der die Kinder gestern bei ihrer Ar- Drei Schulen sprayen an der Mauer am Kurpark-Kreisel zum Motto „Vogelschießen“ beit anleitete und unterstützte, ist quasi „offen“. „Unsere Idee ist es, der Kreativität der Kinder zunächst freien Lauf zu lassen. Das ist heute erst mal die Basis und das Fundament, auf der dann die anderen Schüler in mehreren Stufen weiter arbeiten können“, so der Graffiti- Künstler mit mexikanischen Wurzeln.

Sehr aufwändig gestaltete sich auch die Herrichtung der Mauer, was der Bauhof und der Oldesloer Malerbetrieb Mörke übernahmen, der außerdem noch 500 Euro für Material spendete. Die Aktiv-Region „Holsteins Herz“ unterstützt das Projekt mit weiteren 500 Euro. Klaus-Groth-Schüler machen sich danach ans Werk, bevor dann die TMS-Oberstufenschüler die Feinarbeit und das „Finish“ übernehmen werden.

Quelle: Wochenanzeiger Oldesloer Markt, den 01.09.18